GeoServer Setup

Heute wollen wir – nachdem wir in den letzten Wochen die Datenbanken installiert [1][2] und erste Geodaten in diese importiert haben [3][4] – uns das GeoServer Setup genauer ansehen und damit die Voraussetzung für Web Mapping-Anwendungen zu schaffen [5]. Dabei sehen wir uns an, welche Installationsoptionen uns GeoServer anbietet, welche Datenbankverbindungen er unterstützt und was notwendig ist um den GeoServer mit unseren Datenbanken zu verbinden.

Neben einem Packages für das sogenannte “Plattform Intependend Binary”, gibt es Installationspackages für Windows und MacOS und – da wir den GeoServer als Servlet in Tomcat laufen lassen wollen, für uns interessant – ein Web Archive (.war Datei), die wir uns mit folgendem Befehl downloaden.

Nach dem Entpacken der Datei kopieren wir das geoserver.war in das webapps-Verzeichnis unserer Tomcat-Installation.

Damit ist das grundsätzliche GeoServer Setup auch schon beendet, man kann sich mit den Default-Credentials (Username: admin Password: geoserver) bereits einloggen und sich z.B. die vorinstallierten Beispiele ansehen oder grundlegende Einstellungen vornehmen.

geoserver-first-screen

Datenquellen

Uns interessiert als Erstes, ob wir mit dem standard GeoServer Setup auch schon Daten aus unseren unterschiedlichen Datenbanken als Basis für die vom Geoserver bereitgestellten Karten beziehen können. Bei der Anlage einer neuen Datenquelle sehen wir, dass wir mit der Defaultinstallation nur unsere PostGIS Datenbank als Datenquelle einbinden können, was wir in weiterer Folge gleich einmal machen werden.

geoserver-default-stores

PostGIS

Zuerst wollen wir uns aber einen Workspace anlegen, in dem wir all unsere Datenquellen und Layer sammeln werden. Nachdem wir den Workspace angelegt haben, können wir nun einen neuen Store mit der Datenquelle “PostGIS” unter Angabe der Verbindungsinformationen für unsere Datenbank anlegen.

geoserver-newdatastore

Kann die Verbindung zur Datenbank erfolgreich hergestellt werden, fragt uns der GeoServer auch schon, ob wir die verfügbaren Tabellen (wir sehen die bei unserem damaligen Beitrag [3] angelegte) als Layer bereitstellen wollen. Nachdem wir das mit den Standardeinstellungen auch gemacht haben, können wir im LayerPreview unsere erste, voll funktionsfähige GeoServer-bereitgestellte Karte bewundern.

geoserver-layerpreview

Oracle

Wie können wir aber nun eine Verbindung zu unserer Oracle Datenbank herstellen? Dafür benötigen wir die Hilfe einer GeoServer-Plugins, die wir uns von der GeoServer-Homepage [5] downloaden und installieren werden.

Nach dem Entpacken der Datei, kopieren wir das im Archiv beinhaltete .jar File sowie das ojdbc6.jar unserer Oracle XE Installation in das lib-Verzeichnis des GeoServers und starten diesen neu.

Siehe da, schon können wir eine Verbindung zu unserer Oracle Datenbank aufbauen, was wir unter Angabe der Verbindungsinformationen auch gleich machen werden.

geoserver-datasources-oracle

geoserver-oracle-store


Links

[1] http://blauorange.com/centos-postgis-installation/
[2] http://blauorange.com/centos-oracle-xe-installation/
[3] http://blauorange.com/postgis-shapefile-import/
[4] http://blauorange.com/oracle-spatial-shapefile-import/
[5] http://geoserver.org/
[6] https://tomcat.apache.org/
[7] http://blauorange.com/oracle-apex-mit-oracle-rest-data-services/